Albishorn lanciert Thundergraph: Ein imaginärer Chronograph für alpine Abenteuer

Vor weniger als einem Jahr gegründet, stellt die noch junge Uhrenmarke Albishorn bereits ihr drittes Modell vor – den Thundergraph. Doch was verbirgt sich hinter Albishorn? Die Marke, gegründet von Sebastien Chaulmontet, verfolgt ein einzigartiges Konzept: die Kreation von imaginären Vintage-Uhren, die historisch plausibel erscheinen, aber nie tatsächlich existierten. Gemeinsam mit Fabien Collioud schafft Chaulmontet Uhren, die hypothetisch hätten entstehen können und somit die Lücken der Uhrengeschichte füllen.

Historische Inspiration und kreative Freiheit

Albishorns erste Modelle zeigten bereits deutlich das Konzept der Marke: Der Maxigraph, ein imaginärer Regatta-Chronograph, der für die Erstausgabe des berühmten Genfer Regattas „Le Bol d’Or“ im Jahr 1939 konzipiert sein könnte, und die Type 10, ein hypothetischer Vorläufer der legendären französischen Militärchronographen des Typs 20 aus dem Jahr 1948. Nun erweitert Albishorn diese kreative Vision mit dem Thundergraph, einer Uhr, die speziell auf die Bedürfnisse alpiner Entdecker abgestimmt wäre – konkret auf die historische Schweizer Expedition zum Mount Everest im Jahr 1952.

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Der historische Kontext: Schweizer Expedition von 1952

Während Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 den Gipfel des Mount Everest erstmals erfolgreich erreichten, unternahm die Schweizer Stiftung für Alpine Forschung bereits im Vorjahr zwei bedeutsame Expeditionen zum Everest, angeführt von Dr. Edouard Wyss-Dunant. Im Frühjahr 1952 gelang Raymond Lambert und Tenzing Norgay bereits ein beachtlicher Höhenrekord von 8.595 Metern, nur knapp unterhalb des Gipfels. Diese Pionierleistung wurde von Chaulmontet und Collioud als perfekter Ausgangspunkt gewählt, um eine hypothetische Uhr zu entwerfen, die speziell für solch extreme alpine Bedingungen hätte geschaffen werden können.

Das Konzept hinter dem Thundergraph

Albishorns Thundergraph ist daher weit mehr als nur ein modisches Accessoire – es ist die fantasievolle Realisierung einer idealen alpinen Expeditionsuhr, die hypothetisch für die damaligen Schweizer Bergsteiger entwickelt worden wäre. Der Thundergraph bietet nicht nur klassische Vintage-Elemente, sondern kombiniert diese mit durchdachten technischen Merkmalen, die speziell auf die Anforderungen in extremen Höhenlagen und rauen Umgebungen abgestimmt sind.

Design und technische Besonderheiten

Mit einem Durchmesser von 39 mm und einer Höhe von 12 mm präsentiert der Thundergraph eine klassische, universell tragbare Größe. Der Mittelteil des Gehäuses aus Edelstahl ist sorgfältig verarbeitet, mit gebürsteten Oberflächen und kontrastierenden polierten Kanten. Besonders auffällig ist die große, schalenförmige, beidseitig drehbare Lünette mit einer eingravierten 60-Minuten-Skala, die mit 42,7 mm leicht übersteht und somit eine optimale Bedienbarkeit auch mit Handschuhen ermöglicht.

Ein charakteristisches Merkmal des Thundergraph ist zudem die ungewöhnliche Anordnung der Bedienelemente: die Krone bei 10 Uhr aus Bronze und ein roter, anodisierter Aluminium-Monodrücker auf der linken Seite des Gehäuses. Diese ergonomische Anordnung erlaubt eine intuitive Bedienung mit dem Daumen, ideal für Bergsteiger, deren Hände oft durch dicke Handschuhe geschützt sind.

Innovatives Zifferblatt mit historischem Flair

Das Zifferblatt des Thundergraph zeigt eine neue Interpretation des klassischen California-Dials. Albishorn nennt es treffend „California Ghost Dial“, denn anders als traditionelle California-Zifferblätter, welche zur Hälfte römische und zur Hälfte arabische Zahlen aufweisen, verzichtet Albishorn komplett auf arabische Ziffern. Stattdessen schmücken große, leuchtende römische Ziffern die obere Hälfte, während die untere Hälfte von stilisierten Dreiecksmarkierungen und zwei markant platzierten Hilfszifferblättern für kleine Sekunde und Chronograph-Minutenanzeige dominiert wird.

Die Farbe des Zifferblattes – ein edles Petrolblau – ergänzt harmonisch die goldfarbenen, luminiszierenden Zeiger im Vintage-Stil. Diese Kombination verleiht dem Thundergraph eine exzellente Lesbarkeit unter allen Bedingungen, ein entscheidender Vorteil auf Expeditionen in extremen Höhenlagen.

Kaliber ALB03 M – technologische Präzision in historischer Form

Herzstück des Thundergraph ist das Albishorn-Kaliber ALB03 M, basierend auf einer modifizierten Sellita SW510M Mp Architektur. Durch eine geschickte Drehung des Uhrwerks um 135 Grad nach links erreichen die Designer nicht nur die ungewöhnliche Positionierung der Krone und des Chronographendrückers, sondern auch eine optimale Lage der Sub-Zifferblätter. Das Handaufzugswerk bietet dank der umfassenden Modifikationen eine besonders flache Bauhöhe von lediglich 5,70 mm, eine COSC-zertifizierte Chronometer-Präzision, 4 Hz Gangfrequenz und beeindruckende 65 Stunden Gangreserve.

Robustheit und Alltagstauglichkeit

Trotz des Vintage-Charakters ist der Thundergraph auf moderne Alltags- und Outdoor-Anforderungen abgestimmt. Ein gewölbtes Saphirglas, das optisch an historische Plexigläser erinnert, und eine Wasserdichtigkeit von 100 Metern sorgen für Schutz und Zuverlässigkeit. Der Boden des Gehäuses trägt eine Gravur, inspiriert vom historischen Emblem der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung, bestehend aus einem Schweizer Kreuz und einem stilisierten Kletterseil.

Limitierte Verfügbarkeit und Exklusivität

Wie bereits die Vorgängermodelle ist auch der Thundergraph streng limitiert und ausschließlich online erhältlich. Nur 99 Exemplare werden innerhalb von drei Jahren produziert und zu einem Preis von CHF 3.650 (exkl. Steuern) angeboten. Mit jedem Thundergraph liefert Albishorn zwei hochwertige Lederarmbänder – eines in petrolblauer Narbung, passend zum Zifferblatt, und ein weiteres in dezent mattem Beige.

Fazit – Die Kunst der hypothetischen Uhrenhistorie

Der Albishorn Thundergraph beeindruckt nicht nur durch sein innovatives Konzept, sondern auch durch die Qualität und Konsequenz seiner Umsetzung. Chaulmontet und Collioud gelingt es meisterhaft, eine hypothetische Uhr zu erschaffen, die plausibel in der Uhrengeschichte hätte existieren können und dennoch modernste Anforderungen erfüllt. Der Thundergraph steht exemplarisch für die kreative Vision von Albishorn, die Vintage-Uhren nicht nur neu interpretiert, sondern regelrecht neu erfindet – Uhren, die in der Geschichte fehlen und doch wie selbstverständlich ihren Platz darin finden.